Erscheinungsbild und Diagnostik von Bindungsstörungen

Webinar · Dienstag, den 07.09.27

Bindungsstörungen gehören zu den klinisch besonders relevanten Folgen früher belastender und unzureichender Beziehungserfahrungen. Sie treten insbesondere bei Kindern mit Misshandlungs- und Vernachlässigungserfahrungen sowie bei Kindern in Pflegefamilien und stationären Jugendhilfeeinrichtungen deutlich häufiger auf. Nicht selten zeigen betroffene Kinder erhebliche Schwierigkeiten in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung und gelten aufgrund ihres komplexen Verhaltens als besonders herausfordernd oder werden als „Systemsprenger“ bezeichnet. Ohne eine angemessene diagnostische Einordnung und gezielte Unterstützung besteht ein hohes Risiko für ungünstige Entwicklungsverläufe, Komorbiditäten und weitere psychische Folgestörungen.

Gleichzeitig werden Bindungsstörungen in der Praxis nicht immer erkannt oder ausreichend von anderen Störungsbildern und von unsicheren bzw. desorganisierten Bindungsmustern abgegrenzt. Eine sorgfältige Diagnostik erfordert daher mehr als die Erfassung einzelner Symptome. Sie sollte multimodal und multimethodal erfolgen und neben der spezifischen Eigen- und Fremdanamnese die Perspektive des Kindes, das Beziehungserleben der Bezugspersonen sowie die konkrete Gestaltung von Beziehungen und Interaktionen berücksichtigen.

Das Webinar vermittelt einen praxisorientierten Zugang zur Diagnostik von Bindungsstörungen. Neben Erscheinungsbild, Ätiologie und differenzialdiagnostischer Einordnung werden geeignete diagnostische Zugänge und Instrumente vorgestellt und anhand praktischer Beispiele vertieft.

Dozenten

Frau Kerstin Stemmer

  • Zeitraum
    Dienstag, den 07.09.27
    09:00 - 16:00 Uhr
  • Zielgruppe
    KJP, PP, HP Psych
  • Fortbildungspunkte
    7
  • Teilnehmerbegrenzung
    Min. 10 Personen
  • Dozent:in
    Frau Kerstin Stemmer
  • Veranstaltungsort
    Online-Veranstaltung / Webinar

Veranstalter
Psychotherapiepraxis Stitz

www.praxis-stitz.com

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